
UFF, komme kaum dazu, den heutigen report zu schreiben. als ich am 30 august ein blind-date über die nacht 'ohne' verlängerte, wusste ich, der TEST würde auf mich zukommen, sonst hätte ich keine ruhe. heute war totaler andrang im aids-hilfe-haus. ergebnis negativ. bin ich extrem froh drüber. ich hätte keinen report drüber gemacht, wenns anders gewesen wäre. mir ist aber mit dieser stori einfach wichtig, ein bewusstsein zu wecken, dass man gewisse gefahren nicht aus der welt schaffen kann, indem man sich weigert, über sie offen zu reden, oder offenen auges einen solchen test zu machen. sehr schön finde ich es daher immer, wenn paare bei der aids-hilfe sind. die wissen dann genau: vor 3 monaten waren wir beide negativ. denn 3 monate dauert es, bis das ergebnis faktisch haltbar ist.
das diagnostische fenster ist auch das größte problem. schließlich kann man den partner nicht 3 monate unter einen glassturz stellen. und was ist schon offenheit. sie ist so relativ. ja, selbst abgesehen von aids gibt es auch andere kleinigkeiten, die beim intimverkehr 'mit oder ohne' übertragen werden können, weil sex und küssen nun mal keine antiseptische sache ist.
ich führe viele gespräche über sex, präsoverwendung, aidstest, aidsgefahr mit websis. und zwar vor allem mit jenen, von denen ich eh keinen contact erwarte. denn da ist die lockerheit gegeben und man muss einander nichts vormachen. kürzlich hatte ich zb die diskussion, ob es dem mann lieber ist, wenn er selber beim drauftun hand anlegt, oder ob es die frau tun soll. und ich find es wichtig über solche dinge und gefahren offen reden zu können.
das ist der grund für diese stori. einfach das bewusstsein in den lesern zu wecken, dass eine ansteckungsgefahr zwar statistisch betrachtet gering ist, doch dass die gesellschaft aus INDIVIDUEN besteht. und von den individuen erwischt es den einen oder den anderen. und einmal ist man es selber. und einmal ist es ein freund. dann erst wird einem die omnipräsenz dieser gefahr gewahr.
written on january 8th.
susiyin - am Montag, 10. März 2003, 21:56 - Rubrik: Frauen und Maenner
aus:
Sylvia Koch-Weser 1997 "Eine Zukunft für Frauen und Männer"
Die Wolfsfrau steht für die "Wildnatur" der Frau, ihr ungezähmtes, ungezwungenes Wesen, für die "wilde Frau", die Urfrau. "Wild" könnte in diesem Zusammenhang ein Geschöpf heißen, wenn es sich eine möglichst natürliche Lebensweise, die ihm innewohnende Integrität und klare, gesunde Grenzvorstellungen bewahrt oder diese wiedergefunden hat.
Die Wolfsfrau ist ein Wesen mit hellwachen Sinnen, sie agiert aus dem Bauch heraus, sie hält die Verbindung zu ihrem Körper und seinen Rhythmen; sie hat Zugang zu dem kollektiven Erbe aller Frauen.
Freilebende Wölfe und ungekünstelte Frauen haben vieles gemeinsam: die Akkuratheit ihres instinktiven Feingefühls, eine Vorliebe für alles Spielerische und eine schier unverrückbare Loyalität. Beide Gattungen sind von Natur aus beziehungsorientiert, sie schnüffeln gern neugierig herum, sie sind wißbegierig, spitzfindig, zäh, ausdauernd und seelenvoll.
Der "Green man" könnte uns ein inneres Bild sein für ein tiefes Verständnis von natürlicher Männlichkeit. Er hat das Wissen um die Gesetze der Natur und sorgt sich um ihre Einhaltung, er ist mit dem zyklischen Auf und Ab des Lebens, dem Rhythmus von Leben und Tod vertraut und hat Verbindung mit der Vegetation und ihren Lebewesen. Er kann Fühlung aufnehmen mit den tief im Innern liegenden Wahrheiten und Kraftquellen. So hat er Zugang zur Energie des Magiers.
Was wir als Alltagswirklichkeit erfahren über uns selbst und über die Natur ist nur die Spitze eines Eisberges, der aus unergründlichen Tiefen aufsteigt. Das Wissen um dieses verborgene Reich ist die Domäne des Magiers.
Seine Augen sind in die Ferne gerichtet und strahlen innere Sammlung und Würde aus.
...als blicken diese Augen durch die Dinge hindurch. Als fixieren sie gerade nicht das Vordergründige, sondern das hinter den Dingen Liegende, gleich einem 3-D-Blick, der auch erst durch eine bestimmte Stellung der Augen das eigentliche Geheimnis eines Bildes zu enthüllen vermag.
Was könnte es für das Geschlechterverhältnis bedeuten, wenn die Frauen sich mit ihrer Wolfsfrau und die Männer sich mit ihrem Green man verbinden und so in den Dialog miteinander treten?
Die Idee, in der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft von Männern und Frauen in dieser Welt ist, daß Frauen, die ihre Wolfsfrau, und Männer, die ihren Green man jeweils wahrnehmen, würdigen und stärken, auch besser in der Lage sind, ihr jeweiliges Gegenüber zu würdigen und zu stärken. Gleichzeitig können sie durch die Verbindung mit der Natur, die in ihnen wirkt und die sie umgibt, die Kraft und die Ideen gewinnen, um auch diese zu achten und zu schützen.
Könnte dies ein Weg sein, ein neues ökologisches Verständnis von sich selbst, von anderen und im Umgang mit der Natur zu finden?
Sylvia Koch-Weser 1997 "Eine Zukunft für Frauen und Männer"
Die Wolfsfrau steht für die "Wildnatur" der Frau, ihr ungezähmtes, ungezwungenes Wesen, für die "wilde Frau", die Urfrau. "Wild" könnte in diesem Zusammenhang ein Geschöpf heißen, wenn es sich eine möglichst natürliche Lebensweise, die ihm innewohnende Integrität und klare, gesunde Grenzvorstellungen bewahrt oder diese wiedergefunden hat.
Die Wolfsfrau ist ein Wesen mit hellwachen Sinnen, sie agiert aus dem Bauch heraus, sie hält die Verbindung zu ihrem Körper und seinen Rhythmen; sie hat Zugang zu dem kollektiven Erbe aller Frauen.
Freilebende Wölfe und ungekünstelte Frauen haben vieles gemeinsam: die Akkuratheit ihres instinktiven Feingefühls, eine Vorliebe für alles Spielerische und eine schier unverrückbare Loyalität. Beide Gattungen sind von Natur aus beziehungsorientiert, sie schnüffeln gern neugierig herum, sie sind wißbegierig, spitzfindig, zäh, ausdauernd und seelenvoll.
Der "Green man" könnte uns ein inneres Bild sein für ein tiefes Verständnis von natürlicher Männlichkeit. Er hat das Wissen um die Gesetze der Natur und sorgt sich um ihre Einhaltung, er ist mit dem zyklischen Auf und Ab des Lebens, dem Rhythmus von Leben und Tod vertraut und hat Verbindung mit der Vegetation und ihren Lebewesen. Er kann Fühlung aufnehmen mit den tief im Innern liegenden Wahrheiten und Kraftquellen. So hat er Zugang zur Energie des Magiers.
Was wir als Alltagswirklichkeit erfahren über uns selbst und über die Natur ist nur die Spitze eines Eisberges, der aus unergründlichen Tiefen aufsteigt. Das Wissen um dieses verborgene Reich ist die Domäne des Magiers.
Seine Augen sind in die Ferne gerichtet und strahlen innere Sammlung und Würde aus.
...als blicken diese Augen durch die Dinge hindurch. Als fixieren sie gerade nicht das Vordergründige, sondern das hinter den Dingen Liegende, gleich einem 3-D-Blick, der auch erst durch eine bestimmte Stellung der Augen das eigentliche Geheimnis eines Bildes zu enthüllen vermag.
Was könnte es für das Geschlechterverhältnis bedeuten, wenn die Frauen sich mit ihrer Wolfsfrau und die Männer sich mit ihrem Green man verbinden und so in den Dialog miteinander treten?
Die Idee, in der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft von Männern und Frauen in dieser Welt ist, daß Frauen, die ihre Wolfsfrau, und Männer, die ihren Green man jeweils wahrnehmen, würdigen und stärken, auch besser in der Lage sind, ihr jeweiliges Gegenüber zu würdigen und zu stärken. Gleichzeitig können sie durch die Verbindung mit der Natur, die in ihnen wirkt und die sie umgibt, die Kraft und die Ideen gewinnen, um auch diese zu achten und zu schützen.
Könnte dies ein Weg sein, ein neues ökologisches Verständnis von sich selbst, von anderen und im Umgang mit der Natur zu finden?
Der_Eisenschmyd - am Montag, 10. März 2003, 10:08 - Rubrik: Frauen und Maenner